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Musik & Bewegung |
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Bericht über einen Auftritt beim Symposion im Juli 2000 Eine faszinierende Klangreise Kinder spielen für Erwachsene
Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit der Gruppe KlangErleben, in der wir seit 1993 mit obertonreichen Instrumenten wie u.a. Gongs, Klangschalen, Regenstäbe, Oceandrum, Didgeridoo, Trommeln und Stimme experimentieren und Konzerte geben, war schon lange der Wunsch in mir entstanden, mit diesem Instrumentarium auch mit Kindern zu arbeiten. Zusammen mit meiner Kollegin Carola Morgenschweis-Siegel entwickelten wir das Angebot „Musik & Bewegung – erleben &gestalten“, zu dem sich 8 Buben im Alter zwischen 7 und 10 Jahren meldeten, um sich einmal in der Woche zu treffen. Fast zeitgleich kam die Anfrage, ob ich nicht mit einer Kindergruppe beim Symposion teilnehmen wollte – so entstand die Idee, eine Klangreise für Erwachsene mit den Kindern zu entwickeln. Rückblickend war dieses Ziel für uns ein klarer Faden in der Vorbereitung, auch wenn die Kinder selbst erst zwei Monate vor dem Symposion davon erfuhren. Bis dahin waren wir schon ganz eingetaucht in die verschiedenen Klangmöglichkeiten und hatten gemeinsam mit den Kindern verschiedenste Klanggeschichten entwickelt: Eine Wettergeschichte mit allen 8 Gongs, eine Dschungelmusik, eine Wassermusik „Vom Tropfen bis zum Meer“, ein Blumentopfstück „Ton in Ton“, einen Trommelrhythmus mit Break usw. Ein Höhepunkt war auch die Weihnachtsstunde mit den Eltern, in der die Eltern mit einer Klangreise beschenkt wurden, in der sie mit verbundenen Augen von ihren Kindern in den Musikraum geführt, und dort von allen Seiten bespielt wurden. Während dieser Zeit war es für uns immer wieder ein Phänomen, wie 8 Buben, die sich vor der Stunde genauso rauften, herumschrieen, „cool“ waren - wie Buben in dem Alter eben so sind - mit Beginn der Stunde sehr motiviert und konstruktiv am Geschehen teilnahmen. Ich denke, da wirkt u.a. die Kraft der Instrumente selbst. In der Zeit vor dem Symposion ging es dann um ein Gesamtkonzept unserer Klangreise, das wir gemeinsam überlegten, einen Plan malten und dann auch mit Übergängen einstudierten. Die Zuhörer sollten mit geschlossenen Augen in der Mitte des Raumes sitzen, mit der Front nach außen in alle Richtungen. Überall sollten Gänge freibleiben, durch die man spielend durchgehen konnte. Die Instrumente wurden im ganzen Raum verteilt, sodass der Klang von überall her kam. Ein Einzelschüler von mir kam dazu mit Didgeridoo und Basstrommeln und es entstand ein „Werk“ von 40 Minuten. Bei der Generalprobe (für die Eltern) war ab und zu das Auftreten der Schuhe oder das schmatzen des Kaugummis lauter als der Klang der Klangschale! Also wurden Socken und Kaugummiverbot verordnet (was nur durchsetzbar war mit dem Versprechen, nach dem Konzert eine Runde Kaugummi auszugeben!). Es klappte alles sehr gut – auch wenn die Aufregung und vorherige Unruhe der Kinder sehr deutlich war – umso konzentrierter und ruhiger waren sie dann beim Spielen. In der abschließenden Reflektion mit den Zuhörern konnten viele Fragen nach Instrumenten und deren Spielweise von den Kindern erklärt werden – fast schien es für sie sonderbar, dass sie darüber mehr wussten, als die Erwachsenen, dass sie Klänge gezaubert hatten, die von den Erwachsenen nicht erkannt wurden, oder Instrumente gespielt hatten, die im Raum völlig unbekannt waren. Zusehends wuchs die Selbstsicherheit der Kinder, etwas wirklich Wertvolles beigetragen zu haben – ein Gefühl, das sie auch mit nach Hause nahmen. Natürlich kam in der Abschlussrunde auch die Frage nach dem Sinn dieser ganzen Arbeit. „Wozu?“; „Was bringt das alles?“ Ich habe in den letzten Jahren viele Kinder erlebt, die im Einzel- oder Gruppenunterricht dieses Instrumentarium erfahren konnten. Mittelpunkt meiner Arbeit ist dabei das Erleben, das In-Kontakt-Treten mit Klängen und Musik. Es ist für mich bis heute faszinierend – auch im eigenen Umgang mit den Instrumenten – wie schnell diese Klänge die Kinder innerlich berühren und ihnen das Eintauchen in Klänge und Musik erleichtern. Es ist als ob sie ein genüssliches Bad nehmen, in dem sie sich wohlfühlen und genießen, ihre ganze Kreativität spüren und einsetzen, sich als Persönlichkeit ganz involvieren, und darin wachsen. |
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Im Gespräch mit dem Publikum |
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Aufregung macht kreativ... |
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